Decoupled Websites mit Drupal - Das iqual Content Management System ICMS
Inhaltsverzeichnis
TL;DR – Das Wichtigste in Kürze
Das iqual CMS ist die neue CMS-Plattform von iqual auf Basis von Drupal 11 und einer modernen decoupled Architektur.
Das System ersetzt den bisherigen Drupal Pagedesigner, der während rund acht Jahren im Einsatz war.
Im Zentrum stehen eine moderne technologische Grundlage, eine klare Design-Governance und eine deutlich verbesserte Usability für Redaktionen.
Die Kombination von Drupal als Backend und einem modernen Frontend-Framework ermöglicht deutlich höhere Performance-Werte.
Die Plattform unterstützt eine bessere Integration von Marketing-Tools, Schnittstellen und automatisierten Workflows.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Integration von künstlicher Intelligenz, die neue Möglichkeiten für Content-Erstellung, Analyse und Distribution eröffnet.
Insgesamt bildet das iqual CMS die technologische Grundlage für moderne Webseiten, Marketingplattformen und digitale Ökosysteme.
Einleitung: Warum wir unser CMS neu entwickelt haben
Content-Management-Systeme entwickeln sich kontinuierlich weiter, da sich sowohl technologische Möglichkeiten als auch die Anforderungen von Marketing- und Kommunikationsteams verändern. Während früher vor allem die Erstellung von Webseiten im Mittelpunkt stand, spielen heute Themen wie Performance, Internationalisierung, Integration von Marketingplattformen oder Automatisierung eine zentrale Rolle. In den vergangenen Jahren hat sich zudem gezeigt, dass konsistente Corporate-Design-Umsetzungen für grosse Organisationen immer wichtiger werden.
Bei iqual war während rund acht Jahren der Drupal Pagedesigner im Einsatz, der zahlreiche Projekte und Plattformen ermöglicht hat. Dieses System bot eine sehr grosse Flexibilität und erlaubte eine individuelle Gestaltung von Layouts und Seitenstrukturen. Gleichzeitig wurde deutlich, dass Systeme mit sehr vielen Freiheitsgraden langfristig zu Herausforderungen führen können, insbesondere wenn mehrere Teams oder internationale Organisationen damit arbeiten.
Aus diesen Gründen haben wir uns entschieden, die bestehende Plattform grundlegend zu modernisieren und eine neue CMS-Generation zu entwickeln. Das ICMS ist deshalb nicht nur ein technisches Update, sondern eine konzeptionelle Weiterentwicklung des bisherigen Ansatzes. Ziel war es, eine Plattform zu schaffen, die moderne Technologien nutzt und gleichzeitig klare Strukturen für Inhalte und Redaktionsprozesse bietet.
iqual CMS die nächste KOnsequente Weiterentwicklung unseres Drupal Tech-Stacks
Moderner Techstack und decoupled Architektur
Ein zentraler Bestandteil des neuen iqual CMS ist die Modernisierung des technologischen Fundaments. Das System basiert weiterhin auf Drupal, das als leistungsfähiges Enterprise-CMS weltweit etabliert ist und besonders für komplexe Plattformen eingesetzt wird. Drupal übernimmt im ICMS die Rolle des Backends und bildet die Grundlage für Content-Management, Datenstrukturen und Integrationen.
Gleichzeitig wurde das Frontend vollständig vom Backend entkoppelt und auf Basis moderner Webtechnologien neu aufgebaut. Die gewählte Architektur folgt dem sogenannten decoupled Ansatz, bei dem Backend und Frontend unabhängig voneinander funktionieren und über Schnittstellen miteinander kommunizieren. Im ICMS kommt dafür das Framework NuxtJS zum Einsatz, das auf modernen JavaScript-Technologien basiert und eine hohe Performance ermöglicht.
Durch diese Architektur können Webseiten deutlich schneller geladen werden, was sowohl für die Benutzererfahrung als auch für Suchmaschinen eine wichtige Rolle spielt. Gleichzeitig lassen sich Frontend-Komponenten flexibel weiterentwickeln und Schnittstellen zu anderen Systemen einfacher integrieren. In der Praxis zeigt sich der Fortschritt auch in messbaren Kennzahlen, da Webseiten auf Basis des neuen Systems häufig sehr hohe PageSpeed-Werte erreichen.
Design-Governance und strukturierte Layoutsysteme
Ein wichtiger konzeptioneller Schritt bei der Entwicklung des ICMS war die Einführung einer klaren Design-Governance. In vielen Content-Management-Systemen wird eine sehr grosse Flexibilität bei der Gestaltung von Seiten angeboten, was in grossen Organisationen häufig zu inkonsistentem Design führt. Wenn viele Redaktionen Inhalte erstellen, entstehen unterschiedliche Layoutvarianten, die nicht mehr vollständig mit dem Corporate Design übereinstimmen.
Das ICMS verfolgt deshalb einen Ansatz, der Flexibilität mit klaren gestalterischen Leitplanken verbindet. Die Grundlage bildet ein definierter Layout-Baukasten mit rund dreissig möglichen Layoutvarianten. Diese Layouts decken typische Webinhalte wie Einleitungen, Informationsbereiche, Teaser oder Inhaltsbereiche ab.
In einem konkreten Projekt wird dieses Layoutset in der Regel reduziert und an das jeweilige Corporate Design angepasst. Dadurch entsteht eine Struktur, die sowohl konsistente Gestaltung ermöglicht als auch genügend Spielraum für redaktionelle Inhalte lässt. Besonders bei internationalen Webseiten oder grossen Organisationen ist dieser Ansatz von grosser Bedeutung.
Verbesserte Usability für Redaktionen
Neben der technologischen Modernisierung war die Verbesserung der Usability ein zentrales Ziel bei der Entwicklung des ICMS. Redaktionen arbeiten täglich mit dem Backend eines CMS und sind deshalb auf eine übersichtliche und effiziente Benutzeroberfläche angewiesen. In vielen älteren Systemen sind Funktionen zwar vorhanden, jedoch nicht immer optimal strukturiert.
Im neuen ICMS wurden verschiedene Ansichten und Verwaltungsbereiche neu konzipiert und zusammengeführt. Ein wichtiger Bestandteil ist die zentrale Medienverwaltung, die eine umfassende Übersicht über alle vorhandenen Medien bietet. Redaktionen können dort sehen, welche Dateien vorhanden sind und in welchem Kontext sie verwendet werden.
Auch der Umgang mit mehrsprachigen Webseiten wurde verbessert. In der Content-Übersicht wird beispielsweise direkt angezeigt, welche Sprachversionen vorhanden sind und welchen Übersetzungsstatus Inhalte besitzen. Dadurch wird die Verwaltung internationaler Webseiten deutlich einfacher und transparenter.
Modularität durch Drupal-Best-Practices
Ein weiterer wichtiger Bestandteil des ICMS ist die konsequente Nutzung von Best Practices aus dem Drupal-Ökosystem. Während ältere Systeme häufig stark individuell entwickelt wurden, setzt das neue System bewusst auf etablierte Standards und modulare Strukturen. Dadurch wird das System langfristig wartbarer und lässt sich einfacher erweitern.
Zentral ist dabei der Einsatz von sogenannten Paragraph-Modulen, die eine modulare Struktur für Inhalte ermöglichen. Inhalte bestehen aus einzelnen Komponenten, die flexibel kombiniert und wiederverwendet werden können. Dadurch entsteht eine flexible Struktur, die gleichzeitig klar definiert bleibt.
Ein grosser Vorteil dieser Architektur liegt darin, dass viele Funktionen aus dem Drupal-Ökosystem direkt integriert werden können. Neue Module lassen sich häufig ohne grosse Entwicklungsarbeit aktivieren und konfigurieren. Die modulare Architektur ermöglicht somit eine kontinuierliche Weiterentwicklung der Plattform.
KI-Integration und automatisierte Contentprozesse
Ein besonders spannender Bereich der Weiterentwicklung betrifft die Integration von künstlicher Intelligenz in das Content-Management-System. Seit den neueren Versionen von Drupal wurden in diesem Bereich zahlreiche Möglichkeiten geschaffen, die im ICMS aktiv genutzt werden. Künstliche Intelligenz kann sowohl Redaktionen als auch Marketingteams bei verschiedenen Aufgaben unterstützen.
Im Backend können beispielsweise KI-Assistenten eingesetzt werden, die bei der Erstellung oder Bearbeitung von Inhalten helfen. Gleichzeitig lassen sich automatisierte Workflows definieren, bei denen Inhalte analysiert oder in andere Formate übertragen werden. Ein wichtiger Bestandteil dieser Architektur ist die Möglichkeit, verschiedene Sprachmodelle oder spezialisierte KI-Systeme anzubinden.
Ein weiterer technologischer Baustein ist die Integration von Vektordatenbanken für das Kontext-Handling von KI-Systemen. Dadurch können Inhalte strukturiert verarbeitet werden und stehen KI-Systemen als Wissensbasis zur Verfügung. Diese Kombination eröffnet neue Möglichkeiten für automatisierte Prozesse und intelligente Content-Systeme.
Praxisbeispiel: KI-basierte Content Distribution
Ein konkretes Beispiel für den Einsatz von künstlicher Intelligenz im ICMS ist die automatisierte Content Distribution. Inhalte, die auf einer Webseite erstellt werden, können mithilfe von KI in verschiedene Formate transformiert werden. Ein einzelner Webseitenartikel kann beispielsweise automatisch in Beiträge für soziale Netzwerke oder Newsletter umgewandelt werden.
Nach der automatisierten Erstellung können Inhalte weiterhin redaktionell überprüft und angepasst werden, bevor sie veröffentlicht werden. Sobald ein Beitrag freigegeben ist, kann er über Schnittstellen an externe Marketingplattformen übertragen werden. Diese Plattformen übernehmen anschliessend die Veröffentlichung oder Planung der Inhalte.
Im aktuellen System bestehen bereits Integrationsmöglichkeiten zu verschiedenen Marketingtools wie Hootsuite, Mautic oder Contentbird. Weitere Plattformen können ebenfalls angebunden werden, sodass sich der Content-Workflow nahtlos in bestehende Marketingprozesse integrieren lässt.
Fazit
Mit dem ICMS wurde eine neue Generation des bisherigen CMS-Systems geschaffen, die sowohl technologisch als auch konzeptionell deutlich weiterentwickelt ist. Die Plattform verbindet die Stabilität und Flexibilität von Drupal mit modernen Frontend-Technologien und einer klaren Architektur. Gleichzeitig wurden Themen wie Design-Governance, Redaktions-Usability und modulare Erweiterbarkeit gezielt verbessert.
Besonders die Integration von künstlicher Intelligenz eröffnet neue Möglichkeiten für automatisierte Workflows und innovative Marketingprozesse. Inhalte können effizienter erstellt, strukturiert und verteilt werden, während gleichzeitig eine hohe Qualität gewährleistet bleibt. Das iCMS bildet damit eine zukunftsfähige Grundlage für moderne Webseiten und digitale Plattformen.