ABC-Analyse

 

Die ABC-Analyse ist ein (betriebswirtschaftliches) Analyseverfahren zur Planung und Entscheidungsfindung und wurde das erste Mal 1951 in einem Artikel von H. Ford Dickie, Manager bei General Electric, mit dem Titel „ABC Analysis Shoots for Dollars, not Pennies“, beschrieben. 

Bei der ABC-Analyse wird eine Menge von Objekten in drei Klassen (A, B und C) und nach deren absteigender Bedeutung, unterteilt. Die Klasse A beinhaltet dabei die „sehr wichtigen“ oder „dringlichen“ Objekte ab, die Klasse B die „wichtigen“ oder „dringlichen“ und die Klasse C die „weniger wichtigen“ oder „weniger dringlichen“. Voraussetzung für die Einteilung ist eine zuverlässige statistische Datenbasis sowie eine eindeutige Unterscheidungsmöglichkeit der Klassen. Die Klassenbildung beruht auf Annahmen und wird oftmals in die 80%-15%-5%-Wertanteile unterteilt. Diese idealtypische Aufteilung besagt, dass 80% der Objekte der Klasse A, 15% der Klasse B und 5% der Klasse C zugewiesen werden können. Diese Wertanteile sind jedoch nicht für alle Situationen oder Fragestellungen geeignet.



Vor- und Nachteile der ABC-Analyse:

Vorteile

  • geringer Analyseaufwand
  • Beschränkung auf die wesentlichen Faktoren
  • einfache und schnelle Anwendbarkeit
  • einfach verständlich
  • nachvollziehbar
  • universell einsetzbare Methodik

 

Nachteile

  • stellt lediglich den IST-Zustand dar, Entwicklungspotenziale werden nicht berücksichtigt
  • ein rein quantitatives Instrument, qualitative Faktoren werden nicht berücksichtigt
  • grobes Raster, Details innerhalb der Klassen werden ausgeblendet

 

Kategorie: Analyse und Optimierung; Zielfindung